Perfektionismus Adieu: Mit diesen 2 Fragen lässt du ihn los

„There is kind of beauty in imperfection.”

 

(Conrad Hall)

Gehörst du zu den Perfektionistinnen unter uns?

Hast du den Drang, alles zu perfektionieren und dieser Prozess frisst unglaublich viel Zeit und Energie?

Denkst du, dass du dich noch besser auf deinen Unterricht vorbereiten musst, obwohl du doch bereits alle Fähigkeiten besitzt?

Willkommen! Dann ist dieser Artikel für dich!

Er ist jedoch nicht für die Faulpelze unter uns, die meine Tipps als willkommene Ausrede nutzen, um sich vor der Arbeit zu drücken.

Lange Zeit habe auch ich zu den Perfektionisten in sämtlichen Lebensbereichen gehört. In vielen Bereichen ist diese Eigenschaft sehr hilfreich, denn sie ermöglicht dir die Qualität deiner Arbeit und das genaue Arbeiten. Manchmal kann ungesunder Perfektionismus dir aber auch dein (Arbeits-)Leben unnötig schwer machen und dir deine wertvolle Energie klauen, die du für so viele andere Projekte, Menschen oder Dinge einsetzen kannst, die du liebst!

Damit habe ich mir in meiner Vergangenheit oft mein Leben selber schwer gemacht. Damit du nicht dasselbe tust:

Löse dich bewusst immer wieder vom Perfektionismus, wenn du deine Energie wertvoller einsetzen kannst!

Habe den Mut, nicht perfekt zu sein!

Du wirst sehen, dass du dich ausgeglichener, gelassener und glücklicher fühlen wirst, wenn du dazu stehst, dass du einfach nicht perfekt bist – und das ist etwas sehr Schönes.

Als ich meine neue Stelle in London anfing und vor der Klasse und diesem riesigen Whiteboard stand, musste ich mir erstmal von meinen Viertklässlern erklären lassen, wie dieses Ding denn überhaupt funktioniert. Ich war ja immer nur die grüne Tafel und an Kreide gewöhnt und plötzlich konnte ich mit diesen „Zauberstiften“ wie auf magische Weise an dieses Board schreiben!

Aber wie?

Die Kinder erklärten mir alles und immer wieder habe wir gemeinsam herzhaft darüber gelacht, wenn das Board „nicht auf mich hören wollte“ oder ich statt in schwarzer Schrift plötzlich in Regenbogenfarben schrieb. Manchmal schrieben wir absichtlich Matheaufgaben in pinkfarbener, bunter oder Glitzerschrift – weil Mathe doch einfach so viel mehr Spaß macht.

Durch diesen Running-Gag lebte ich den Kindern vor, dass man nicht alles wissen muss, es aber lernen kann, dass Lernen Zeit braucht und man die Dinge mit Humor nehmen kann. Dieser Witz begleitete uns das ganze Jahr über und hat sehr viel Leichtigkeit in unsere Mathestunden gezaubert ohne ins Lächerliche auszuufern.

Du siehst also: Aus Imperfektion kann etwas Schönes entstehen – auch in Schule!

Früher wäre ich mit meiner perfektionistischen Lehrerseite 1 Stunde früher in die Schule gefahren, um zu lernen, wie dieses Ding funktioniert.

Versteh mich nicht falsch – natürlich ist eine gewisse Vorbereitung wichtig und auch ich hatte einige Grundkenntnisse in der Bedienung, aber Kinder in Unvollkommenheit zu unterrichten, ist für mich das Größte! Und egal, ob du gerade eine neue Stelle im Ausland beginnst oder du dich in deinem Alltagswust in Deutschland befindest – Imperfektion ist einfach manchmal wunderbar!

Also, wie steht´s mit dir?

Du hast dieses Arbeitsblatt gestaltet, aber du könntest es noch viiiiel toller gestaltest?

Da ist dieser dünne schwarze Rand, der dein Arbeitsblatt nicht wirklich verschönert, und du überlegst, ihn mit Tipp-Ex zu entfernen und das Arbeitsblatt nochmal zu kopieren?

Du würdest am liebsten dieses Bild für deine Deutschstunde noch laminieren, dir ist aber eher nach einer Pause zumute?

Du hast den Drang alles immer sofort zu erledigen und gönnst dir einfach keine Pause?

STOPP!

Setz dich hin. Atme einmal tief durch und stelle dir folgende Fragen:

1) Muss ich das wirklich machen?

 

2) Was passiert, wenn ich es gut sein lasse und mich stattdessen erhole?

 

Mache dir bewusst:

Deine Energie ist kostbar und du kannst eine tolle Lehrerin sein und deine Arbeit gewissenhaft erledigen, ohne perfekt sein zu müssen oder dich für deinen Beruf aufzugeben!

Spiele die Fragen einmal in Gedanken durch, wenn du ein „Problem“ entdeckst und dich dein Perfektionismus in die Nonstop-Arbeit treibt!

Um bei dem Beispiel des Arbeitsblattes zu bleiben und den Elternabend dazuzunehmen. Frage dich:

1) Muss ich dieses Arbeitsblatt wirklich noch perfekter gestalten oder kann der schwarze Strich einfach auf dem Blatt bleiben?

Muss ich den Elternabend wirklich bis ins kleinste Detail planen oder kann ich auch Raum für Spontaneität lassen?

2) Was passiert, wenn ich dieses Arbeitsblatt nicht mehr perfekt verschönere und wenn der schwarze Strich einfach da bleibt?

Was passiert, wenn ich eine Frage der Eltern nicht beantworten kann?

Antwort: Nichts.

Es passiert rein gar nichts.

Du bist und bleibst die tolle Lehrerin, die du bist – mit oder ohne schwarzem Strich auf dem AB – und auch, wenn du nicht allwissend bist! 

Vielleicht passiert aber auch etwas Tolles und ein Kind fragt, was es mit diesem Strich auf sich hat und ihr könnt alle eine Figur daraus zeichnen. Lass dich überraschen!

Den Eltern sagst du ganz gelassen, dass du dich noch einmal erkundigen musst. Damit lernen auch sie noch etwas zum Thema Unvollkommenheit.

Punkt.

Vertrau dir und mir!

 

Fühlst du dich in deinem Beruf als Lehrerin häufig überfordert, opferst dich zu sehr für andere auf und möchtest lernen, gut für dich zu sorgen? Dann buche jetzt hier ein kostenloses Erstgespräch bei mir!

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Alles Liebe und viel Spaß in deiner wunderbaren Unvollkommenheit!

Christina